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Werkstätten: Dritte Stufe der schrittweisen Öffnung ab 16. Juni

Freiwilligkeit der Beschäftigung entfällt – Hygienekonzepte ermöglichen annähernde Vollbeschäftigung

Im Zuge der Lockerungen der Corona-Maßnahmen, die das baden-württembergische Sozialministerium in den vergangenen Wochen beschlossen hat, haben bereits 180 Mitarbeiter*innen entschieden, ihre Beschäftigung in den Heidelberger Werkstätten wieder aufzunehmen.

Nun hat das Sozialministerium mit der neuen Corona Verordnung WfMB (in der Fassung vom 16. Juni 2020) eine noch weitergehende Öffnung der Werkstätten ermöglicht. Es bleibt zwar beim grundlegenden Beschäftigungs- und Betreuungsverbot in den Werkstätten und Förder- und Betreuungsbereichen, aber die Ausnahmen lassen einen fast vollständigen Betrieb zu.

Die Beschäftigung/Betreuung ist gestattet, wenn:

  • ein Maßnahmenkonzept vorliegt, aus dem erkennbar wird, wie die Leistungen zur Teilhabe am Arbeitsleben der beschäftigten Menschen mit Behinderung wirksam erbracht werden können,
  • in diesen Einrichtungen möglichst in Kleingruppen, deren Größe entsprechend der körperlichen Konstitution der beschäftigten Menschen mit Behinderung und den räumlichen Gegebenheiten festgelegt wurde, gearbeitet und betreut wird,
  • die Kleingruppen möglichst getrennt nach Wohngruppen und Wohnheimen oder zuhause wohnenden Menschen mit Behinderung zusammengestellt werden, und
  • ein Infektionsschutzkonzept des Trägers vorliegt, das Schließungsszenarien für den Infektionsfall umfasst. (Corona VO WfMB in der Fassung vom 16. Juni 2020)

Eine wichtige Neuerung ist zudem, dass mit der neuen Verordnung die Freiwilligkeit der Beschäftigung entfallen ist. Das heißt, dass ab sofort für alle Beschäftigten wieder die gewohnten Regelungen bei Abwesenheit gelten und hierfür entweder Urlaub zu beantragen oder ggf. ein ärztliches Attest vorzulegen ist.

"Die Heidelberger Werkstätten können, unter Einhaltung von Arbeitsschutz- und Hygienemaßnahmen, einen fast vollständigen Betrieb gewährleisten", erklärt Wolfgang Thon, Leiter der Heidelberger Werkstätten. "Dazu werden verfügbare freie Räume in Arbeitsräume umgewandelt und die Mittagspause in ein Drei-Schicht-System geändert. Damit können wir die Belegung in Heidelberg auf 86 Prozent, in Hockenheim/Oftersheim auf 85 Prozent und Sandhausen auf 76 Prozent steigern. Das bedeutet, dass unter Berücksichtigung von Urlauben und Krankheiten die Vollbeschäftigung fast zu erreichen ist."

Alle Mitarbeitenden bzw. Eltern und Betreuer werden gebeten, sich umgehend an den zuständigen Sozialdienst zu wenden, um die Rückkehr in die Werkstatt zu besprechen.

Mit den Wohnbereichen der Lebenshilfe Heidelberg und der Lebenshilfe Schwetzingen/Hockenheim ist diese Vorgehensweise abgestimmt, d.h. auch deren Bewohner*innen kommen wieder in die Werkstatt zurück (außer im Urlaubs- bzw. Krankheitsfall). Die Zustimmung der für den Wohnbereich zuständigen Aufsichtsbehörde steht noch aus und wird kurzfristig erwartet.

Als Nadelöhr verbleibt die Organisation der Fahrdienste in Abstimmung mit dem Rhein-Neckar-Kreis und der Stadt Heidelberg. Eventuell könnte es hier zu Verzögerungen oder einer Absage kommen.

"Wir unterstützen alle Mitarbeitenden auch hier gerne im Rahmen unserer Möglichkeiten. Insgesamt freuen wir uns sehr, dass mit der neuen Verordnung nun ein weiterer großer Schritt zur Rückkehr in die Normalität erfolgen kann", so Wolfgang Thon.

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